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Abzug von Vorsorgeaufwendungen

Die Bezüge der in einer Krankenkasse freiwillig oder pflichtversicherten Versorgungsempfänger unterliegen ab Zahlungsaufnahme durch die Versorgungskasse der Beitragspflicht. Die Versorgungskasse ist gesetzlich verpflichtet, die zuständige Krankenkasse zu ermitteln sowie den Beginn, die Höhe und jede zukünftige Änderung bzw. den Wegfall der Versorgungsbezüge der Kasse mitzuteilen. Der Versorgungskasse ist hierzu die gesetzliche Krankenkasse anzugeben. Darüber hinaus besteht die Verpflichtung, spätere Kassenwechsel und die Aufnahme einer ver-sicherungspflichtigen Beschäftigung unverzüglich anzuzeigen (§ 202 SGB V). Entsprechendes gilt für die Beiträge zur Pflegeversicherung (SGB XI).

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden von der Versorgungskasse bei der monatlichen Versteuerung der Versorgungsbezüge als Vorsorgeaufwendungen in Abzug gebracht. Bei gesetzlich Krankenversicherten werden die abzugsfähigen Beiträge pauschal ermittelt und berücksicht.

Für privat Krankenversicherte gilt folgendes:

Bei privat Krankenversicherten wird beim monatlichen Steuerabzug grundsätzlich eine Vorsorgepauschale in Höhe der Mindestvorsorgepauschale - das sind 12 % der Versorgungsbezüge, höchstens jedoch 1.900,00 € (in Steuerklasse III 3.000,00 €) - berücksichtigt. Übersteigen im Einzelfall die für eine Basiskrankenversicherung und die Pflegepflichtversicherung gezahlten Beiträge die Mindestvorsorgepauschale, kann dies  durch eine entsprechende Bescheinigung des Versicherungsunternehmens nachgewiesen werden. Berücksichtigungsfähig sind die Beiträge der/des Steuerpflichtigen für sich und ihm gegenüber unterhaltsberechtigte Personen (z.B. Ehegatte, Kinder sowie eingetragene Lebenspartner). Die privaten Krankenversicherungen stellen solche Bescheinigungen aus. Mittelfristig sollen die abzugsfähigen Beiträge aus einer lohnsteuerlichen Datenbank elektronisch abgerufen werden können.

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