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Rundschreiben Nr. 1/2020
(Hessen und Rheinland-Pfalz)

3. Dezember 2020

1. Anpassung der Umlagehebesätze ab 1. Januar 2021 

2. Rückwirkende Anpassung des Umlagehebesatzes für
    den besonderen solidarisch  finanzierten Umlageanteil
    des Kalenderjahres 2020

3. Verwaltungskosten für die Beihilfenbearbeitung
    ab 1. Januar 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend informieren wir Sie über den vom Verwaltungsrat der Versorgungskasse Darmstadt gefassten Beschluss zu den Umlagehebesätzen ab 2021, zur rückwirkenden Anpassung des Umlagehebesatzes für den besonderen solidarischen Umlageanteil des Kalenderjahres 2020 und zur Entwicklung der Verwaltungskosten für Beihilfen.
 

1. Anpassung der Umlagehebesätze ab 1. Januar 2021

Der Verwaltungsrat der Versorgungskasse hat in seiner Sitzung am 30. November 2020 den Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. Mit dem Wirtschaftsplan
für das Jahr 2021 wurde 

• der Umlagehebesatz für den allgemeinen solidarisch finanzierten Umlageanteil 
  (§ 26 Abs. 2 VK-Satzung) auf 21,30 %

  und

• der Umlagehebesatz für den besonderen solidarisch finanzierten Umlageanteil 
  (§ 26 Abs. 3 VK-Satzung) auf 2,70 %

festgesetzt, d. h. insgesamt auf 24,00 %.

Entgegen den versicherungsmathematischen Annahmen zur künftigen Entwicklung der Umlage hat sich die Umlagebemessungsgrundlage in Form der ruhegehaltfähigen Dienst-bezüge bei den Aktiven stärker reduziert. Eine Abkehr von diesem Trend wird auch für 2021 nicht erwartet. In Folge dessen musste der Umlagehebesatz für den allgemeinen solidarisch finanzierten Umlageanteil, einschließlich einer angemessenen Rücklagezuführung von 1,00 %, auf 21,30 % angehoben werden. 

Der Umlagehebesatz für den besonderen solidarisch finanzierten Umlageanteil wurde auf Grundlage der Aufwendungen für Abfindungen nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag (VLT-StV) im Kalenderjahr 2020 ermittelt. Dieser Umlagehebesatz wird nur bei Mitgliedern erhoben, die aktive Beamtinnen und Beamte in ihrem Bestand haben und somit unter den Anwendungsbereich des VLT-StV fallen. 

2. Rückwirkende Anpassung des Umlagehebesatzes für den
    besonderen solidarisch finanzierten Umlageanteil des
    Kalenderjahres 2020

Mit dem Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 wurde der Umlagehebesatz für den besonderen solidarisch finanzierten Umlageanteil auf 2,20 % festgesetzt. Grundlage für die Ermittlung des Umlagehebesatzes waren die Aufwendungen nach dem VLT-StV im Kalenderjahr 2019. 

Ausgehend von den Aufwendungen für Versorgungslastenteilungen von Dezember 2019 bis November 2020 hat sich herausgestellt, dass der für das Kalenderjahr 2020 festgesetzte Umlagehebesatz aufgrund der tatsächlichen Entwicklung in diesem Zeitraum nicht mehr auskömmlich ist. 

Der Verwaltungsrat hat daher in seiner Sitzung am 30. November 2020 beschlossen, den Umlagehebesatz für den besonderen solidarisch finanzierten Umlageanteil rückwirkend um 0,58 % auf 2,78 % zu erhöhen (§ 28 Abs. 6 VK-Satzung).

3. Verwaltungskosten für die Beihilfenbearbeitung
    ab 1. Januar 2021

Unsere Verwaltungskosten werden maßgeblich durch die Personalkosten beeinflusst.
Aufgrund der Tarifanpassung zum 1. März 2020 wird eine Anpassung des Verwaltungskostenbeitrags ab 1. Januar 2021 auf 30,67 € erforderlich. Wir nehmen insoweit auf unser Rundschreiben vom 16. Dezember 2016 Bezug.

Der neue Fallpreis wird der Abrechnung von Anträgen auf Beihilfe zu Grunde gelegt, die nach dem 31. Dezember 2020 bei uns eingehen; vor dem 1. Januar 2021 eingehende
Anträge werden noch mit dem bisherigen Fallpreis von 30,41 € abgerechnet.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, Ihnen für die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken und wünschen Ihnen erholsame Festtage sowie ein gutes und erfolgreiches Jahr 2021.

Mit freundlichen Grüße
gez.

Taube