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§ 24
Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

(1) 1Scheidet eine in die Mitgliedschaft einbezogene Person bei einem Mitglied aus, ohne dass für sie eine Anwartschaft oder ein Anspruch auf Versorgung besteht, werden die vom Mitglied nach den Bestimmungen der gesetzlichen Rentenversicherung nachzuentrichtenden Beiträge von der Versorgungskasse übernommen, soweit sie auf die Zeit der Einbeziehung in die Mitgliedschaft bei der Versorgungskasse entfallen. 2Eine Übernahme der Nachversicherungsbeiträge erfolgt auch für Zeiträume, für die die Versorgungskasse eine Abfindung nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag erhalten hat. 3Sofern und soweit die vereinnahmte Abfindung und die Erträge bei Eintritt des Nachversicherungsfalles bereits nach § 30 Abs. 3 zur Verminderung des Versorgungsaufwandes gemäß § 26 Abs. 2 Satz 1 bzw. des individuell finanzierten Versorgungsanteils nach § 26 Abs. 3 verbraucht sind, werden die Nachversicherungsbeiträge nur bis zur Höhe des verbliebenen Restbetrages übernommen.

(2) Liegen die Voraussetzungen für die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht vor, kann die Versorgungskasse zur Sicherstellung der Anwartschaft Leistungen bis zu dem Betrag übernehmen, der für die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung hätte aufgewendet werden müssen.

(3) 1Die Nachversicherungsbeiträge werden nicht übernommen, soweit ihre Fälligkeit durch den Wechsel in eine versicherungspflichtige Beschäftigung beim gleichen Dienstherrn ausgelöst wurde. 2Dies gilt nicht beim Ausscheiden aus einem Beamtenverhältnis auf Widerruf oder beim Ausscheiden aus einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis als Praktikantin, Praktikant, Dienstanfängerin oder Dienstanfänger.