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Dauernde Pflege

Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)

Bei dauernder Pflegebedürftigkeit sind die Aufwendungen für eine notwendige häusliche, teilstationäre oder stationäre Pflege neben z. B. ärztlichen Leistungen, Arzneimitteln, Heilbehandlungen usw. beihilfefähig.

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Erforderlich ist mindestens, dass die pflegebedürftige Person bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für mindestens zwei Verrichtungen einmal täglich der Hilfe bedarf und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt.

Interessante Beihilfeinformationen zur Beihilfenverordnung des Landes Rheinland-Pfalz (BVO) finden Sie auf den Internetseiten des Landesamtes für Finanzen.
 

Dauernde Pflegebedürftigkeit
Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)
 

Krankheiten oder Behinderungen sind

- Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat,
- Funktionsstörungen der inneren Organe oder Sinnesorgane,
- Störungen des zentralen Nervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungs-
  störungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen

 

Dauernde Pflegebedürftigkeit
Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)

Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen sind

- im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das
  Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung,
- im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung,
- im Bereich der Mobilität das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und
  Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der
  Wohnung,
- im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der
  Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen.

Ein alleiniger Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung reicht nicht. Aufwendungen für eine berufliche oder soziale Eingliederung oder zur Förderung der Kommunikation sind nicht beihilfefähig.

Dauernde Pflegebedürftigkeit
Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)


Hilfe besteht in der Unterstützung, in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Ver-
richtungen im Ablauf des täglichen Lebens oder in der Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen.

Bei Kindern ist der zusätzliche Hilfebedarf im Vergleich zu einem gesunden gleichaltrigen Kind maßgebend.