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Geburts- und Todesfälle

Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)

In Geburtsfällen sind beihilfefähig z. B. die Aufwendungen für die Schwangerschafts-überwachung, die ärztlich verordnete Schwangerschaftsgymnastik, die ärztlichen Behandlungskosten, Heil- und Verbandsmittel, ärztlich verordnete Bäder, Massagen, die Hebamme und den Entbindungspfleger sowie für die Entbindung in Entbindungsanstalten oder Krankenhäusern.

In Todesfällen wird zu den Aufwendungen für die Leichenschau, den Sarg, die Einsargung, die Aufbewahrung, die Einäscherung, die Urne, den Erwerb einer Grabstelle oder eines Beisetzungsplatzes, die Beisetzung, die Anlegung einer Grabstelle einschließlich der Grundlage für ein Grabdenkmal eine Beihilfe bis zur Höhe von 665 €, in Todesfällen von Kindern bis zur Höhe von 435 € gewährt.

Stehen Sterbe- oder Bestattungsgelder aufgrund von Rechtsvorschriften, aus einem Beschäftigungsverhältnis oder arbeitsvertraglichen Vereinbarungen von insgesamt mindestens 1.000 € zu, so beträgt die Beihilfe 333 €, beim Tod eines Kindes 218 €; stehen solche Ansprüche von insgesamt mindestens 2.000 € zu, wird keine Beihilfe gewährt.

Ferner sind beihilfefähig die Aufwendungen für die Überführung der Leiche oder Urne bis zur Höhe der Kosten einer Überführung an den Familienwohnsitz im Zeitpunkt des Todes, höchstens jedoch für eine Entfernung von siebenhundert Kilometern.

Im Todesfalle einer/eines Beihilfeberechtigten sind der hinterbliebene Ehegatte und die leiblichen und angenommenen Kinder anspruchsberechtigt. Die Beihilfe wird demjenigen gewährt, der die Originalbelege zuerst vorlegt. Sind solche Hinterbliebenen nicht vorhanden, so kann eine Beihilfe anderen Personen gewährt werden, soweit diese die von dritter Seite in Rechnung gestellten Aufwendungen aus Anlass einer Krankheit und des Todes des Beihilfeberechtigen bezahlt haben und die Originalbelege vorlegen. Sind diese Personen Erben von Beihilfeberechtigten, erhalten sie Beihilfen auch zu Aufwendungen des Erblassers, die von diesem bezahlt worden sind.

Interessante Beihilfeinformationen zur Beihilfenverordnung des Landes Rheinland-Pfalz (BVO) finden Sie auf den Internetseiten des Landesamtes für Finanzen.