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Zahnersatz und Zahnkronen

Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)

Die Aufwendungen für Zahnersatz und Zahnkronen sind nur beihilfefähig, wenn die/der Beihilfeberechtigte bei Behandlungsbeginn mindestens ein Jahr ununterbrochen dem öffentl. Dienst (§ 40 Abs. 6  Bundesbesoldungsgesetz) angehört.

Die im Zusammenhang mit der Überkronung oder dem Ersatz (z. B. durch Brücken, Prothesen) von Zähnen anfallenden Material- und Laborkosten sind zu 60 % beihilfefähig. Allerdings dürfen diese Material- und Laborkosten nicht die geltenden Höchstsätze für gesetzlich Krankenversicherte überschreiten.

Überschreiten die Aufwendungen für Material- und Laborkosten die Höchstsätze für gesetzlich Krankenversicherte, so sind diese nur in Höhe von 75 % der Gesamtkosten zu berücksichtigen, bevor sie in Höhe von 60 % anerkannt werden können. Die vorherhige Kürzung auf 75 % erfolgt nicht für Material- und Laborkosten, zu denen die gesetzliche Krankenversicherung keine Leistungen erbringt (z. B. Verblendungen im Seitenzahnbereich) und für Edelmetallkosten (Beispiel).

Nicht beihilfefähig sind Mehraufwendungen für große Brücken, soweit mit diesen mehr als vier fehlende Zähne je Kiefer oder mehr als drei fehlende Zähne je Seitenzahngebiet ersetzt werden; werden durch mehrere EInzelbrücken je Kiefer im einzelnen nicht mehr als drei oder vier fehlende Zähne, insgesamt aber mehr als vier fehlende Zähne ersetzt, sind die Aufwendungen beihilfefähig.

Bei in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherten sind bei der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen 65 % als gewährte Leistung anzurechnen.

Kosten für Anästhetika, Analgetika, Einmalsachen, Naht- und Verbandmaterial, Bohrer, Fräsen, Feilen, Mund- und Handschutz, Kunststoff für Provisorien und Unterfütterungen usw. sind nicht beihilfefähig. Dies gilt auch dann, wenn die Zahnärztin/der Zahnarzt diese Kosten berechnen darf.

Interessante Beihilfeinformationen zur Beihilfenverordnung des Landes Rheinland-Pfalz (BVO) finden Sie auf den Internetseiten des Landesamtes für Finanzen.

Beihilfefähige Material- und Laborkosten
Regelungen nach der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)
 

Beispiel für die Ermittlung des beihilfefähigen Betrag von Material- und Laborkosten bei Zahnersatz und Zahnkronen.

Die Material- und Laborkosten setzten sich wie folgt zusammen:

250,00 € Edelmetallkosten
  90,00 €  Verblendung im Seitenzahnbereich
350,00 € Material- und Laborkosten, die über den berechenbaren Höchstwerten für
                     gesetzlich Krankenversicherte liegen.

350,00 € x 75 % = 262,50 € + 90,00 € + 250,00 € = 602,50 €
602,50 € x 60 % = 361,50 € (beihilfefähige Material- und Laborkosten).

Die Edelmetallkosten und die Verblendung im Seitenzahnbereich sind in voller Höhe bei der Ermittlung der beihilfefähigen Material- und Laborkosten zu berücksichtigen. Die Material- und Laborkosten, die über den berechenbaren Höchstwerten für gesetzlich Krankenversicherte liegen, sind zunächst auf 75 % zu kürzen.