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Rundschreiben Nr. 1/2010

vom 26. März 2010

 

Neuer Tarif in der Freiwilligen Versicherung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 1. Januar 2010 bieten wir unseren Versicherten in der Freiwilligen Versicherung einen neuen Tarif an (Tarif 2009).

Hintergrund dieser Entscheidung ist zum einen das in den letzten Jahren an den Kapitalmärkten kontinuierlich gesunkene Zinsniveau. Der gesetzlich vorgegebene Garantiezins ist mittlerweile auf 2,25 % abgesenkt worden. Demgegenüber ist die Lebenserwartung der Versicherten mehr als erwartet gestiegen. Diese Entwicklungen waren bei der Kalkulation des Tarifs im Jahr 2001 nicht vorhersehbar.

Um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden, hat daher der Verwaltungsausschuss unserer Kasse auf Empfehlung des Verantwortlichen Aktuars beschlossen, für Neuverträge ab 1. Januar 2010 einen neuen Tarif in der Freiwilligen Versicherung einzuführen. Für vor diesem Stichtag abgeschlossene Verträge gilt weiterhin der bisherige Tarif.

Neben der erforderlichen Anpassung der Rechnungsgrundlagen haben wir das neue Produkt der Freiwilligen Versicherung flexibler gestaltet und damit auf die Wünsche unserer Versicherten reagiert.

Die wesentlichen Änderungen gegenüber dem bisherigen Tarif:

  • Freie Wahl des Rentenbeginns bei der Altersrente
    Die Altersrente aus der Freiwilligen Versicherung kann jederzeit ab Vollendung des 62. Lebensjahres beantragt werden. Der vom Versicherten gewünschte Rentenbeginn ist unabhängig vom Beginn der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und somit auch vom Rentenbeginn in der Pflichtversicherung.
  • Erwerbsminderungsrente
    Das Risiko der Erwerbsminderung ist im neuen Tarif stets mitversichert. Bei Eintritt der Erwerbsminderung können die Versicherten jedoch entscheiden, ob sie eine lebenslange Rente wegen Erwerbsminderung beziehen wollen oder ob das angesparte Kapital für eine spätere Altersrente verwendet werden soll. Entscheiden sich die Versicherten gegen die vorzeitige Auszahlung, kann später eine entsprechend höhere Altersrente gezahlt werden. Bei Auszahlung der Erwerbsminderungsrente wird diese lebenslang und in voller Höhe gezahlt, auch wenn die Rente der gesetzlichen Rentenversicherung zeitlich befristet oder nur als Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gezahlt wird.
  • Hinterbliebenenrente
    In die Hinterbliebenenversorgung sind nun auch eingetragene Lebenspartner einbezogen. Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten können ebenfalls eine Hinterbliebenenrente erhalten, wenn sie zum Zeitpunkt des Todes mit der/dem Versicherten in eheähnlicher Gemeinschaft mit gemeinsamer Haushaltsführung gelebt haben und der Zusatzversorgungskasse vor Eintritt des Leistungsfalles namentlich benannt wurden. Hinsichtlich der Hinterbliebenenrentenberechtigten ist eine Rangfolge festgelegt, die den Leistungsanspruch anderer Hinterbliebener ausschließt, um den Personenkreis der Hinterbliebenen zu begrenzen.

    Der Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen ist während der Ansparphase im Versicherungsschutz enthalten. Erst bei Beginn einer Rente wegen Erwerbsminderung oder der Altersrente entscheiden die Versicherten, ob die Absicherung der Hinterbliebenen weiterhin gewünscht wird. In diesem Fall vermindert sich die Erwerbsminderungs- bzw. Altersrente entsprechend.

    Die Leistung für hinterbliebene Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder Lebensgefährtinnen/Lebensgefährten beträgt grundsätzlich 60 % der Anwartschaft oder Rente der/des Verstorbenen. Die bisherige Unterscheidung zwischen großer und kleiner Witwen-/Witwerrente entfällt. Ist die/der hinterbliebene Anspruchsberechtigte mehr als fünf Jahre jünger oder älter als die/der Verstorbene, ergeben sich abhängig vom Altersabstand noch Zu- oder Abschläge an den Hinterbliebenenleistungen.
  • Kapitalwahlrecht
    Vor Beginn der Rente können die Versicherten entscheiden, ob sie eine lebenslange Auszahlung oder eine volle oder teilweise (bis zu 30 %) Kapitalauszahlung wünschen. Das Kapitalwahlrecht kann jedoch nur anstelle einer Altersrente ausgeübt werden.
  • Garantiezins
    Der neue Tarif basiert auf einem einheitlichen Garantiezins von 2,75 % und liegt damit deutlich über dem gesetzlichen Garantiezins von 2,25 %.

Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Versicherten mit dem Tarif 2009 weiterhin ein attraktives und leistungsstarkes Produkt anbieten. Können wir Überschüsse erzielen, werden wir diese selbstverständlich an unsere Versicherten weitergeben.

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Freiwillige Versicherung (Tarif 2009) sind diesem Rundschreiben als Anlage beigefügt.

Neue Formulare für die Freiwillige Versicherung

Mit der Einführung des neuen Tarifs war es auch erforderlich, unsere Antragsformulare für die Freiwillige Versicherung anzupassen. Wir bitten Sie, ab sofort nur noch die neuen Vordrucke zu verwenden. Diese finden Sie auch auf unserer Homepage unter der Rubrik „Infopool“.

Geändert haben wir:

  • den Antrag für ein kostenloses, persönliches Angebot zur Freiwilligen Versicherung
  • den Antrag auf Freiwillige Versicherung
  • die Meldung zur Freiwilligen Versicherung (Entgeltumwandlung, Höherversicherung durch den Arbeitgeber)
  • den Antrag auf Fortführung der Freiwilligen Versicherung nach Beendigung der Beschäftigung

Information Ihrer Beschäftigten

Gerne informieren wir Ihre Beschäftigten über die Möglichkeiten der Freiwilligen Versicherung bei unserer Kasse. Hierzu bieten wir Ihnen die Durchführung von Beratungstagen oder Informationsveranstaltungen an. Hierbei wird selbstverständlich auch auf Fragen zur staatlichen Förderung sowie zur Pflichtversicherung eingegangen.

Möchten Sie Ihren Beschäftigten die Möglichkeit der umfassenden und kompetenten Beratung über ihre betriebliche Altersversorgung bieten? Dann wenden Sie sich bitte zwecks Terminvereinbarung und Organisation an Frau Christiane Pohl (Tel.-Nr. 06151 / 706 271, E-Mail: pohl@vk-darmstadt.de).

Besuchen Sie uns auch im Internet.

Die neuen AVB für den Tarif 2009 sowie alle weiteren Informationen zur Zusatzversorgung Ihrer Beschäftigten finden Sie auch auf unserer Homepage unter der Rubrik „Infopool“.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Weldert
Direktor


Anlage

 

Bitte geben Sie diese Informationen auch an Ihre Personalstelle weiter. Vielen Dank!
 

Sie haben noch Fragen?

Rufen Sie bitte eine unserer Servicenummern an.
Sie erreichen uns
Mo. - Do. 8:00 - 16:00 Uhr und
Fr. 8:00 - 12:00 Uhr
Tel.: 06151 706-286 bis -289
Fax: 06151 706-340
E-Mail: zvk@vk-darmstadt.de