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§ 59c
Optionen zur Zahlung des Einmalbetrages

(1) Das ausgeschiedene Mitglied kann für die Erfüllung des nach § 59b berechneten Betrages anstelle der Einmalzahlung zwischen folgenden Optionen wählen:

a) 1Das ausgeschiedene Mitglied kann den Einmalbetrag zuzüglich einer Verzinsung in
    Höhe des Zinssatzes gemäß § 59b Abs. 3 Satz 2 sowie einer zusätzlichen jährlichen
    Verwaltungskostenpauschale von 2 % des pro Jahr zu zahlenden Betrages in 
    maximal 20 gleichen Jahresraten tilgen (ratenweise Tilgung); die Jahresrate ist 
    jeweils vorschüssig zum Jahrestag der Beendigung der Mitgliedschaft fällig. 2Das 
    ausgeschiedene Mitglied kann jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres verlangen,
    dass der Umfang einer Insolvenzsicherung nach § 59a Abs. 2 Satz 2 auf den Betrag
    der Restschuld zum Ende des nachfolgenden Geschäftsjahres zuzüglich der in 
    diesem Jahr fälligen Jahresrate beschränkt wird.

b) 1Das ausgeschiedene Mitglied kann sich bei einer Einmalzahlung oder ratenweisen 
    Tilgung auch für die nachträgliche Neuberechnung des nach § 59b ermittelten 
    Betrages des zum Zeitpunkt des Ausscheidens vereinbarten 
    Nachberechnungszeitraums entscheiden. 2In diesem Fall können während des
    vereinbarten Nachberechnungszeitraums sowohl das ausgeschiedene Mitglied als auch
    die Kasse nach jeweils fünf Jahren durch schriftliche Erklärung verlangen, dass der zu 
    entrichtende Betrag zum Ende des Kalenderjahres, das dem Verlangen folgt, auf der
    Grundlage der dann gemäß § 59b Abs. 3 maßgebenden Berechnungsparameter neu
    berechnet und dem unter Berücksichtigung der Verzinsung nach Satz 3 und 
    Rentenzahlungen fortgeschriebenen Verpflichtungsbarwert (Vergleichswert) 
    gegenüber gestellt wird. 3Als Verzinsung wird der für das jeweilige Vorjahr in der 
    Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank unter der Spalte „insgesamt“ 
    ausgewiesene Jahreswert der Emissionsrendite festverzinslicher Wertpapiere
    inländischer Emittenten (Neuanlagerendite) zugrunde gelegt. 4Ist der neu ermittelte 
    Betrag geringer als der Vergleichswert, hat die Kasse dem ausgeschiedenen Mitglied
    den Differenzbetrag zu erstatten; im umgekehrten Fall ist das ausgeschiedene 
    Mitglied verpflichtet, den Differenzbetrag innerhalb eines Monats ab Zugang der 
    Mitteilung an die Kasse zu zahlen. 5Zum Ende des Zahlungszeitraums wird nach den 
    gleichen Grundsätzen eine Schlussrechnung erstellt.

c) 1Das ausgeschiedene Mitglied kann bei seiner Entscheidung für die Option der 
    nachträglichen Neuberechnung gemäß Buchstabe b verlangen, dass für die 
    Ermittlung des von ihm nach § 59b zu zahlenden Betrages der maßgebende 
    Rechnungszins um den Faktor 1,66 erhöht wird und sich dadurch der anfänglich zu 
    zahlende Betrag reduziert. 2Der Erhöhungsfaktor wird für die Erstberechnung und die
    nachträglichen Neuberechnungen zugrunde gelegt. 3Bei dieser Option werden 
    Differenzbeträge zugunsten des Mitglieds nicht ausgezahlt, sondern bis zur 
    Schlussrechnung vorgetragen. 4Die Schlussrechnung erfolgt zum Ende des 
    Nachberechnungszeitraums mit den dann maßgebenden Rechnungsgrundlagen 
    ohne Berücksichtigung des Erhöhungsfaktors.
 

(2) Die Dauer des Nachberechnungszeitraums sowie die Berechnungen der Beträge nach Absatz 1 und der Vergleichswerte können in Durchführungsvorschriften geregelt werden, die vom Verwaltungsausschuss zu beschließen sind; sie sind den Mitgliedern in geeigneter Form bekannt zu machen.
 

(3) 1Die nach Absatz 1 anfallenden Zahlungen sind vom ausgeschiedenen Mitglied jeweils innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilungen der Kasse zu zahlen. 2Auf laufende jährliche Zahlungen können Vorauszahlungen erhoben werden. 3Ist das ausgeschiedene Mitglied mit den Zahlungen mehr als drei Monate im Verzug, ist die Kasse berechtigt, die ausstehenden Raten fällig zu stellen bzw. die Schlussrechnung nach Absatz 1 zu erstellen.
 

(4) Die Kosten für die versicherungsmathematischen Berechnungen hat das ausgeschiedene Mitglied zu tragen.
 

(5) 1Der Sicherungsbetrag (§ 59a Abs. 2 Satz 2), den das ausgeschiedene Mitglied zu erbringen hat, entspricht im Falle der Optionen des Absatzes 1 Buchstabe a und b dem Einmalbetrag (§ 59b) zuzüglich der in Absatz 1 geregelten Verzinsung sowie der Verwaltungskostenpauschale nach Absatz 1 Buchstabe a Satz 1. 2Soweit eine Neuberechnung nach Absatz 1 vorgenommen wurde, ist der Sicherungsbetrag bei allen Zahlungsmodalitäten unter Berücksichtigung der bereits gezahlten Raten jeweils auf den neu ermittelten Betrag anzupassen. 3Auf Verlangen des ausgeschiedenen Mitglieds erfolgt eine anteilige Kürzung des Sicherungsumfangs nach Entrichtung der jeweiligen Gesamtsumme der jährlichen Zahlung (Absatz 1). 4Das ausgeschiedene Mitglied kann bei einer ratenweisen Tilgung jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres verlangen, dass der Umfang einer Insolvenzsicherung auf den Betrag der Restschuld zum Ende des nachfolgenden Geschäftsjahres zuzüglich der in diesem Jahr fälligen Jahresrate beschränkt wird. 5Wählt das ausgeschiedene Mitglied die Option nach Absatz 1 Buchstabe c, wird die Insolvenzsicherung nicht mit dem um 1,66 erhöhten Rechnungszins, sondern mit dem Rechnungszins nach § 59b Abs. 3 berechnet.